Lukas Schalk und Annika Gruber Hessenmeister

Die Dillenburger 4 x 50 m Lagenstaffel sowie die Stars der Veranstaltung (hinten v.l.): Lukas Schalk, Firat Aydin, Jan­Philip Glania (SG Frankfurt), Marco di Carli (SG Frankfurt) sowie (davor v.l.) Robert Flader, Martin Weber und Weltmeister Marco Koch (DSW Darmstadt).

 

Hessische Meisterschaften­ und Jahrgangsmeisterschaften

 

Die hessischen Meisterschaften auf der 25­m­Bahn fanden am Wochenende in Oberursel

statt. Das „TaunaBad“ in Oberursel mit acht Startbahnen wurde im letzten Jahr eröffnet.

Deshalb hatte der hessische Schwimmverband auch Oberursel den Zuschlag erteilt. Am

Start Marco Koch (DSW Darmstadt), der Weltmeister über 200 m Brust der diesjährigen

Wettkämpfe in Karzsan. Zusammen mit seinen Vereinskameraden Hubert Szablowski,

Jan Fährmann und Julius Flohr stellte der 25­Jährige über 4 x 200 m Brust einen neuen

Deutschen Rekord auf. Die 15 Dillenburger Schwimmer trafen auf 44 Vereine mit 359

Schwimmern, die für 1647 Einzelstarts und 65 Staffeln gemeldet hatten. Der TV

Dillenburg stellte mit 65 Einzelstarts und vier Staffeln die siebtgrößte Mannschaft.

Glänzende Resultate aus dem Team von Trainer Ralf Hermann erreichten: Freda Müller,

die im Finale über 100 m Freistil stand. Ihr gelang es auf dieser Strecke erstmals unter

einer Minute zu bleiben. Die Zwei­Minuten­Schallmauer durchbrach Lukas Schalk über

200 m Freistil.

Hessischer Jahrgangsmeister in Oberursel wurde Lukas Schalk über 100 m, 200 m und

400 m Freistil und zusätzlich zweimal Zweiter über 50 m Rücken und 50 m Freistil sowie

Dritter über 200 m Rücken.

Der Frankenberger hat sich in den letzten Jahren gerade auf der Mittelstrecke, den 400 m

Freistil verbessert und wurde in Oberursel mit dem Titel belohnt. Über 800 m Freistil blieb

der 16­Jährige erstmals unter neun Minuten und qualifizierte sich damit für die deutschen

Kurzbahn (25­m­Bahnen) Meisterschaften in Wuppertal.

Zweimal Gold gewann Annika Gruber, die im Juniorinnenwettkampf (Jahrgang 96/97)

über 200 m und 400 m Freistil nicht zu bezwingen war. Weiter Edelmetall gab es über

100 m Freistil, wo sie als Zweite, und über 50 m Freistil, wo sie als Dritte anschlug. Es

waren für Annika die letzten Landesmeisterschaften in der Juniorinnengruppe. Insgesamt

war Annika seit 2006 bei insgesamt 29 Jahrgangsmeisterschaften auf Kurz­ bzw.

Langbahn am Start. Im nächsten Jahr wird die Hartenroderin dann bei den

Altersklassenmeisterschaften in der AK 20 starten. Für sie steht in 14 Tagen ein weiterer

Höhepunkt auf dem Programm, wenn sie in Wuppertal ins Wasser geht.

Freda Müller hatte im Februar von der SG Siegen zum TV Dillenburg gewechselt. Über

100 m Freistil qualifizierte sich die Neunkirchenerin als Achte für das Finale. Dort

verbesserte sich die 16­Jährige dann noch auf Platz sechs. Mit Platz zwei über 100 m

Freistil und Platz drei über 50 m Freistil erreichte Freda zwei Medaillen in der

Jahrgangswertung.

Erstmals eine Medaille bei „Hessischen“ gab es für Jennifer­Nicole Faruga, die Rang drei

über 100 m Rücken belegte. Im stark besetzten Jahrgang 2000 gab es über 100 m Lagen

Bronze für Maximilian Wolf.

Das Umfangreichste Programm mit 3850 Metern hatte Pieter Rink zu bewältigen. Bei

seinen neun Starts konnte der 15 Jährige im stark besetzten Jahrgang 2000 sieben neue

Bestzeiten aufstellen. Über 800m Freistil blieb der Schützling von Ralf Hermann erstmals

unter 9:00 Minuten und hofft noch die Quali für die Kurzbahn DM erreicht zu haben.

Johanna Laetitia Keßler, Tina Welsch, Erna Freischlad und Anna­Lena Hanke waren die

jüngsten Dillenburger Teilnehmer. Anna­Lena erreichte bei allen Starts neue Bestzeiten

und verpasste über 400 m Lagen als Vierte nur knapp eine Medaille. Erna hatte mit 3000

Metern Wettkampfstrecken das umfangreichste Programm bei den Mädchen. Über 800 m

Freistil verpasste die WvO­Schülerin die Zehn­Minutenmarke nur knapp. Tina Welsch war

in zwei 50­m­Streckenrennen gemeldet. Die Holderberg­Schülerin war im Herbst lange

verletzt und daher fehlte ihr Trainings­ und Wettkampferfahrung. Trotzdem stellte die 14­

Jährige bei beiden Starts über Freistil und Schmetterling neue Bestzeiten auf. Johanna

Laetitia Keßler hatte sich über 200 m Schmetterling und 400 m Freistil qualifiziert. Über

beide Strecken verbesserte die Johanneum­Schülerin ihre Qualizeiten.

Nicole Scholz hatte zwei Starts am Samstag in Oberursel. Über 100 m Brust verbesserte

die Burbacherin ihre Bestzeit deutlich, musste sich aber mit dem ungeliebten vierten Platz

begnügen. Über 800 m Freistil lieferte sie sich ein Kopf­an­Kopf­Rennen mit ihrer

Vereinskameradin Erna Freischlad, verpasste aber auch Zehn­Minutengrenze.

Ältester Teilnehmer des TVD über Einzelstarts war Jean­Philippe Reuß, der über 50 m

Brust und 100 m Brust an den Start ging und dabei die in ihn gesetzten Erwartungen

erfüllte.

Ein Comeback feierte Firat Aydin. Der mehrfache deutsche Jahrgangsmeister ist nach

einem Jahr am Bundesstützpunkt in Frankfurt wieder zurück in Dillenburg und

konzentriert sich zurzeit mehr auf die Schule. Bei seinen Einzelstarts über 50 m Freistil

und 50 m Schmetterling verpasste der WvO­Schüler seine Bestzeit jeweils um eine

Sekunde.

Einer der Höhepunkte waren die Staffeln in Oberursel. Bei allen vier Wettkämpfen

demonstrierten die Dillenburger ihre Vormachtstellung im Bezirk West und sind damit die

klare Nummer eins. Über 4 x 50 m Freistil wurde die Schwimmerinnen aus der

Oranienstadt Sechste und über 4 x 50 m Lagen belegten sie Rang acht. Beide Staffeln

haben sich damit auch für die nationalen Meisterschaften qualifiziert.

Bei den Schwimmern hatte Trainer Ralf Hermann mit Martin Weber und Robert Flader

zwei 23­Jährige Schwimmer am Start, die beide schon Einsätze in der

Jugendnationalmannschaft hatten aber schon seit einigen Jahren keinen Wettkampf mehr

geschwommen haben. Bei einem internen Ausschwimmen während der Herbstferien im

Aquarena hatten sich Beide jedoch für die Staffeln qualifiziert. Erstmals war Robert

Flader, der früher unter Bundestrainer Henning Lampertz in Essen beziehungsweise bei

dem ehemaligen Weltrekordhalter und Weltmeister Jörg Hofmann in Potsdam trainiert

hatte, dabei. Robert arbeitet jetzt bei der Firma Linde & Wiemann und trainiert bei Ralf

Hermann.

Über 4 x 50 m Freistil schlug das Quartett als Fünfter und im Lagenrennen als Sechster

an. Groß der Jubel nach dem Bekanntwerden der glänzenden Zeiten. Die Freistilstaffel

qualifizierte sich damit für Wuppertal.